Interview mit Dr. Burkhard Eisend

Der Gesundheitsmarkt ist im Wandel. Auch Apotheker sind davon betroffen und müssen Wege finden, mit den Entwicklungen Schritt zu halten. Wie die Prozessautomatisierung mit Produkten von Omnicell dabei hilft, verrät uns Dr. Burkhard Eisend von der Klaus-Groth-Apotheke in Kiel, der seit Sommer 2018 mit einem MODELL arbeitet.

Warum haben Sie einen Kommissionierungsautomaten angeschafft?
Entscheidend für die Anschaffung des Automaten war vor allem die Notwendigkeit, Abläufe zu rationalisieren, um Zeit einzusparen und den Arbeitsalltag zu erleichtern.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke von der Arbeit mit dem Kommissionierungsautomaten?
Unsere Tagesabläufe haben sich vereinfacht. Früher hatten wir eine große Nachtlieferung, heute kleinere Lieferungen über den Tag verteilt, die durch den Automaten einfach und schnell einsortiert werden können. Es sind viele kleine Verbesserungen, die in der Summe eine große Erleichterung bringen.

Minimiert der Einsatz der Kommissionierungsautomaten bestimmte Risiken?
Die Arzneimittelsicherheit ist eindeutig höher, Fehler durch die falsche Handhabung von Medikamenten sind praktisch ausgeschlossen. Auch die fest definierte Lagerungstemperatur ist ein großer Vorteil.

Wie hat sich allgemein Ihre Arbeit in den letzten Jahren verändert?
Der bürokratische Arbeitsaufwand ist gestiegen. Wir verbringen viel Zeit mit Brandschutzverordnungen oder Genehmigungsverfahren. Auch Belieferungen sind aufwändiger geworden. Als Apotheker steht man zwischen Arzt und Patient und muss oft Dinge erledigen, die eigentlich nicht zu unseren Aufgaben gehören, zum Beispiel, wenn ein Rezept nicht da ist oder nicht eindeutig ausgestellt wurde.

Welche Arbeitsbereiche wandeln sich besonders?
Wir rücken immer mehr in die digitale Welt ein. Das geht vom Rezeptscan bis zur automatischen Ausgabe des benötigten Medikaments. Wir müssen uns auch auf das digitale Rezept einzustellen. Es findet ein Umbruch statt und es müssen Wege gefunden werden, damit umzugehen.

Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung: Wo sehen Sie in Ihrer Branche weiteren Handlungsbedarf, um mit dem Wandel des Gesundheitsmarktes Schritt zu halten?
Ich denke, dass wir gut aufgestellt sind. Wir müssen nicht sofort auf jeden Zug aufspringen. Allerdings müssen wir es schaffen, dass die Konkurrenz der Online-Apotheken in den Niederlanden dieselben Vorschriften einhalten muss wie wir, etwa bei den Preisen und den Lieferbedingungen. Unter den jetzigen ungleichen Bedingungen habe ich da schon große Bedenken. Abgesehen davon mache ich mir keine großen Sorgen um unsere Zukunft.

Sehen Sie in der Prozessautomatisierung mit Kommissionsautomaten eine zukunftsweisende Lösung für Apotheken generell und unabhängig von der jeweiligen Größe?
Ich kann die Anschaffung eigentlich nur jedem empfehlen. Es muss eben zu den jeweiligen Bedürfnissen passen. Auch für die kleine Dorfapotheke bringt es Vorteile.

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